Neustiftgasse


“Ich renne auf meinen Wien-Wegen nicht den Schauplätzen der sogenannten Weltgeschichte hinterher. Jedes Hauseck hält unzählige kleine Geschichten für uns bereit. Manchmal sind wir genau im richtigen Moment am richtigen Ort. Mithilfte meiner Kamera löse ich kleine Ausschnitte von alltäglichen Stadtgeschichten aus dem Fluss der Zeit. Was mir an Straßenfotos so gefällt: Diese Bilder erzählen eine Geschichte nie zu Ende, sie lassen der Betrachterin, dem Betrachter, viel Raum für eigene Interpretationen.
Übrigens: Graffitis, die mit Schablonen angefertigt werden – sogenannte stencils – haben ihre Wurzeln in der Punkszene der späten 1970er Jahre.” Reinhard Mandl

Ort: 1070, Neustiftgasse (2008)
Link: www.reinhardmandl.blogsopt.com


Mühlwasser


‘Oktober 2010: Mein Schleichweg zur Autobahn führte mich an dem Ort vorbei, wo ich im Sommer noch meine Schwimmübungen gemacht hatte.
Nun lag leichter Nebel über dem Mühlwasser und die friedliche Morgenstimmung ließ mich Ruhe finden, bevor ich meinen Weg in die Arbeit über die volle Autobahn fortsetzte.’ Martin Katzenschlager

Ort: 1220 Mühlwasser (Blick von Kanalstraße auf das Strandbad Stadlau)


Donaukanal


‘jedesmal wenn ich mit dem Rad am Donaukanal fahre gibt es neue interessante Graffitti – herrlich!’ D.M.
Ort: Donaukanal, 1010


Florentine Sprinz

‘my home is my arbeitsplatz (zumindest überwiegend) – da habe ich nicht weit zu gehen. doch auf dem weg von einem zimmer zum anderen fällt mein blick regelmäßig durch das fenster auf den darunterliegenden Naschmarkt. genau dort, wo sich heute hochfrequentierte szenelokale befinden, war in den 80er-jahren noch einer der allerletzten & einzigen gemüsestände an der Linken Wienzeile.’ Armin Bardel

Ort: stand #131, Naschmarkt, 1060 Wien
Foto ca.1986


U-Bahn

‘Dieses Foto transportiert meine Kern-Message:
“Mind the gap between the train and the platform.”
Dieser nette Spruch aus England passt hier gut. Jeder von uns hat schon mal einen “gap” überschritten. Manche von uns sind vielleicht darüber gestolpert. Wie auch immer, ans Ziel sind wir letztendlich alle gekommen. Die Reise ist manchmal langweilig, manchmal verrückt. Was nicht schon alles in der U-Bahn passiert ist! An diesem einen Tag war es nur heiss im Untergrund, zum Glück musste ich nur 3 Stationen fahren.’ Clemens Wittmann

Ort: U-Bahn 1010


2., Agora Kunststand Nr.36, Vorgartenmarkt


Vorgartenmarkt

“Herz der Welten: Brot und Milch, Bier und Wein, Fleisch, Wurst, Wild, Fisch und Geflügel, Gemüse und Obst, Geschirr, Schuhe und Kleider, Hose und Jacke,…
Trafik, Apotheke, Drogerie. Stoffe, Textil, Friseur, Blumen und mehr…
Handyshop, Wettbüro, Banken. Cafe’s, Stüberl und Imbiss. Schule; Drogen; Prostitution; Kriminalität…
Installateur, Elektriker,… Gebietsbetreuung und Grätzelzentrum,…
Ärzte, TherapeutInnen, Architekten und Künstler,…
Jung und Alt und Mann und Frau und Kind und Hund,…
Marktaufsicht und Mistbetreuung,…
Strom, Gas, Licht, Kanal,…
Taxi, Post,…Öffis,…Radfahrer,… Fußgeher,…
Bäume,…Sträucher,…Rasen,…Stauden,… Vögel,.. Ratten,…
Regen,… Wind,… Sonne,… Mond,… Sterne,… u.v.m.” Architekt Horst Tischer

Ort: Vorgartenmarkt, zentraler Platz


Esterhazypark


“Die alles umschlingende Liebe!” hab’ ich gedacht, als ich bei einem meiner täglichen Stadtspaziergänge im Esterhazypark den Baum entdeckt habe, der sich an eine Laterne gelehnt hat. So wunderlich kann Liebe sein, ein Baum und eine Laterne! Erst hat es mich berührt, dann betroffen. Aber verliert nicht jeder dadurch seinen Wesenskern? Die Laterne ihr Leuchten und der Baum seine Fruchtbarkeit. Damals war es Mitte April und der Baum kahl und dürr. Es hat mir keine Ruhe gelassen und seither schaue ich regelmäßig vorbei. Die Freude war groß, als die ersten zarten Blätter sprossen und größer, als er plötzlich in sattem Blätterkleid dastand. Und ich kann mein Glück kaum fassen, dass er jetzt auch noch blüht. Ja, Liebe ist grenzüberschreitend.“ Barbara Bauer

Ort: Esterhazypark


Denisgasse


“weil’s auch ein bissl bronx ist. deswegen mag ich’s.” Jürgen Pletterbauer

Ort: Denisgasse


Gaudenzdorfer Knoten


“Mein täglicher Weg zur Arbeit führt von meinem zu Hause in der Buckligen Welt (NÖ) in den 6. Bezirk Mariahilf.
Auf diese Weise kann ich gut und gerne meine 2 Seelen in einer Brust weitertragen: jene des Landmenschen durch Herkunft und Familie, aber auch jene des Stadtmenschen durch Ausbildung und berufliche Leidenschaft.
Zugegeben: eine lange Anreise, aber dadurch auch viel Zeit für Ruhe, Reflexion, Konsum von Musik und Geschriebenem. Es gibt jedoch jeden Tag einen Moment, der mich von meiner Lektüre aufblicken lässt: jenen, wo die U6 von Meidling kommend die Station Längenfeldgasse verlässt, die Geschwindigkeit bei der Fahrt auf die Rampe der Wienflussbrücke von Otto Wagner zunimmt, aus der U- wieder eine Stadt-Bahn in Hochlage wird und man nach einem begleitenden Gewirr aus Bäumen, Wohnhäusern und einer Autowerkstatt rechts der Trasse mit einem Mal quer durch einen der urbansten Stadträume Wiens schwebt: den Gaudenzdorfer Knoten.
Die Weite, die sich hier am Schnittpunkt von vier sonst sehr dicht bebauten Bezirken auftut, das stadtbahngrüne Brückentragwerk, das – mal mit und mal ohne die Wagner´schen Sonnenräder – vorbeifliegt, der Blick stadteinwärts ins Wiental, die weite Sicht auf den Himmel über dem 6. Bezirk – und welche Wetterlage hier und jetzt gerade vorherrscht, das bauliche Ensemble aus Hauptfeuerwache, Leuthnerhof, Mollardburg und Werkstättenhof, das sich an der Wienzeile aneinanderreiht – und wie das Licht je nach Tages- und Jahreszeit mit den einzelnen Fassaden spielt, die Verkehrsströme aus Straßenbahnen, FußgängerInnen und RadfahrerInnen sowie – mal mehr, zum Glück auch mal weniger – dem Autoverkehr auf der Wienzeile und dem Gürtel:
All das macht diesen Stadtraum jeden Tag aufs Neue interessant und spannend.” Markus Steinbichler

Ort: Gaudenzdorfer Knoten

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Zwischenbrücken


“Erst wenige Jahre wohne ich in diesem Bezirk, auf der „Insel“, im 20.
Aber egal in welcher Richtung die Besorgungen des Tages zu erledigen sind, überall finde ich Bäume und Sträucher, Wiesen- und Rasenstücke, wild gewachsene Blumen oder sorgsam angelegte Rabatte. Mit der stetigen, immer wiederkehrenden Veränderung durch den Wechsel der Jahreszeiten.
Und soviel Luft und Licht! Alle paar Schritte kann ich weite Ausschnitte des großzügig, in alles Farbschattierungen wolkenschiebenden Firmaments genießen.
Die verschiedensten Vogelarten begleiten meine täglichen Wege und in der Dämmerung beginnen Fledermäuse mit ihrer Jagd. Einige wilde Kaninchen scheinen den Weg von der Donaupromendade in die nächstgelegenen Grünanlagen gefunden zu haben, und ab und zu landet ein Graureiher am Brigittenauer Donauufer. All das ist nicht unbedingt selbstverständlich in einer Großstadt.
Soviel Natur ringsum ist wohltuender Balsam für meine Seele. Und das alles mitten in Wien, nicht weit vom Zentrum!

Mit Bus- und Straßenbahn, U- und Schnellbahn, nicht weiter entfernt als die Geschäfte des täglichen Bedarfs, der Milleniumcity oder des futuristisch anmutenden Rivergates.
Bemerkenswert sind auch die vielen, hier lebenden Nationen. Soviele Sprachen und Kulturen – Urlaubsfeeling! und gute, türkische, indische usw. Lebensmittel.
Liebenswert das Chaos an Kinderwagerl im Bus. Immer wird mir bereitwillig und freundlich noch ein bisserl Platz für das von mir geschobene gemacht.

Ein guter Platz zum Leben: „Zwischenbrücken“.
Ein täglicher, wohltuender Balsam für die Seele.”

Ort: Durchlaufstrasse & Vorgartenstrasse-Bahndamm


Pädagogisches Institut der Stadt Wien


‘An diesem Schulgebäude in Liesing gehe ich jeden Tag vorbei (auf dem Weg zur Schnellbahn) und es berührt mich jedesmal, da es für mich eine starke Symbolik hat. Hier ist ein altes Schulgebäude (Backstein) über eine Brücke mit dem neuen Schulgebäude (sehr moderner Glasbau) auf der anderen Straßenseite verbunden. Das verkörpert für mich Zukunft, gute Integration von alt und neu, Barrierenfreiheit, Ästhetik und Schutz der Kinder vor den Gefahren der Straße. Der Backsteinbau erinnert mich an die Geschichte des Bezirkes Liesing, wo laut meinen Informationen früher viele Industrieanlagen vorhanden waren. Das inspiriert mich und weckt große Lust, mehr über die Entwicklung von Wien zu erfahren. Bin schon sehr gespannt, wie es in 30 Jahren aussieht. Habe längere Zeit im Ausland (Belgien) gelebt und auch hier gab es viele solcher Backsteinhäuser (im Gegensatz zu Wien, wo sie ja eher selten sind). Daher verkörpert dieses Gebäude für mich auch Verbindung mit der Welt; bin froh, dass es nicht einfach abgerissen und ein häßlicher Klotz hingestellt wurde. Weiters liebe ich es, dass der Gehsteig in diesem Bereich relativ breit ist und dass Bäume in der Nähe sind.’ Renate P.

Ort: Dirnhirngasse 29, 1230 Liesing


Stuwerviertel

‘Das charmanteste Grätzel weit und breit. Wo Zeit noch eine andere Dimension hat…’
Gottfried Wagner

Ort: Stuwerviertel

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Parlament

‘Mein Weg ins Büro mit dem Fahrrad führt an dieser Location vorbei. Ich habe es fotografiert, weil das Parlament oder der Platz davor immer sehr spannend ist. Die Lichtverhältnisse ändern sich, die Leute davor, es finden Demos statt. Manchmal sieht man Baracken mit Zelte, dann wieder Menschen, die Transparente halten. Polizeiautos, Limousinen, Einsatzwägen. Manchmal stehen nur ein paar Touristen mit Fotoapparaten herum, der Platz ist leer oder ein Polizist geht gelangweilt auf und ab!
Dieses Motiv hat mir besonders gefallen, weil ich das Parlament noch nie davor mit blauen Säulen verziert gesehen habe. Es ist dieses Yves-Klein Blau! Eine Art Objektkunst? Eine Hommage auf Christo? Auf jeden Fall war es eine besondere Verkleidung! Da musste ich doch gleich meine Kamera aus meiner Tasche fischen und abdrücken!’ Jutta Wittmann

Ort: Dr. Karl-Renner-Ring 1-3

 


Karmelitergasse

‘Auf meinem Weg zum Karmelitermarkt komme ich an Samstagen immer an diesem seltsamen Platz vorbei. Ich ärgere mich oft über die ideenlose Gestaltung an diesem eigentlich netten, überschaubaren Ort. Was ich aber sehr mag ist die Wand mit der “Bemalung”. Ich freue mich immer über dieses Stück street-art, das sich im Laufe der Jahre  verändert hat und den Platz lebendig macht.’ Nina CD

Ort: Karmelitergasse Ecke Große Sperlgasse


Linke Wienzeile

‘Ich nenne es “Fensterbotschaften”: Das Haus befindet sich im 6. Bezirk auf der Linken Wienzeile in der Nähe meines Arbeitsplatzes. Seit ca. vier Jahren schaue ich – immer, wenn es die Zeit erlaubt – vorbei, voller Neugier auf neue „Nachrichten“. Jedes Mal mache ich ein Foto und so ist daraus bereits eine kleine Sammlung an Mitteilungen entstanden.’Marianne Ulbinger

Ort: Linke Wienzeile, Höhe Cafe Drechsler


Grüße aus einer anderen Welt


“Becherroboter wartet mit mir auf die Straßenbahn.” Angela Salchegger
Ort: Schottentor, Jänner 2011


Margaretenstraße

‘Once in a while I come across these flickers of recognition; ‘symbols’ in the city I am familiar with from the places I have lived before.
Some German words I see on facades of buildings or shop windows were also used in archaic Serbo-Croatian language – the way my grandmother used to talk – which make them even more appealing to me.
These are for example words like ‘Schneiderei’ or ‘Wäscherei’. Pronunciation in Serbian language is almost the same, but the words are, of course, written differently.’ Lana  Vilotijevic

Ort: Margaretenstraße

 


Praterstadion

‘Normalerweise fahre ich mit dem Bus daran vorbei, wo ich etwas höher sitze. Mir gefällt daran die elegante Rundung vom Stadion und davor der weite, offene Platz. Ich hab mehrere Fotos gemacht aber auf keinem konnte ich den Eindruck einfangen.’ Roswitha G.

Ort: Meiereistrasse 7


Pratersauna

Mein spezieller Ort ist die Wiese vor der Prater-Sauna. Bei meinen Spaziergängen mit dem Hund komme ich da fast täglich vorbei. Eigentlich ist’s eine ganz normale Wiese. Und doch prallen hier – besonders Samstag früh – Welten aufeinander.

Die eine Welt ist die ‚Morgenwelt’. Da gehören ich und mein Hund dazu. Wir sind gerade aus unseren Betten gekrochen und staksen noch ganz steif und müd’ mit total verkniffenen Augen (diese Morgensonne blendet!) durchs Gras.

Die andere Welt ist die ‚Abendwelt’. Das sind die Leute, die die ganz Nacht in der Prater-Sauna durchgefeiert haben. Die stolpern ganz benommen von Musik und wildem Tanzen und wohl auch von etwas Alkohol aus der Sauna heraus, setzen sich manchmal noch mit einem letzten Drink unter einen Baum und bereden die Ereignisse der Nacht oder flirten mit der neuen Bekanntschaft – und versuchen dann ganz langsam den Weg nachhause zu finden.

Ja, das Zusammentreffe dieser beiden Welten, das mag ich wirklich gerne. Denn irgendwie bleib’ ich dann nicht ganz so sehr in meiner eigenen kleinen Welt stecken…

Hab’ noch jemanden vergessen: die Afri-Cola Männer. Die kommen mir fast jeden Samstagmorgen entgegen. Das sind zwei Afrikaner, ganz schwarz angezogen mit dem weißen Afri-Cola-Schriftzug auf der Brust – die sind immer fit!

PS: Indirekt ist immer auch noch ein dritte Welt präsent, die ‚Nachtwelt’. Wegen der zahlreichen Spuren, die diese Welt immer hinterlässt, heißt die Wiese vor der Sauna bei mir ‚die Kondomwiese’. Eva Mueller

Ort: 1020,Waldsteingartenstraße 135


Krieau

‘Mir gefällt bei der Station Krieau der Mix aus dem schönen Glasgebäude und den Bäumen.’ Johann

Ort: U-Bahnstation Krieau, Vorgartenstrasse


Franzensbrücke

‘Ich gehe hier jeden Tag wenn ich die Kinder in den Kindergarten bringe. Eigentlich eine scheußliche Kreuzung: Ampeln die für Fußgänger nicht gut koordiniert sind, viel gehupe, Autos die noch in letzter Sekunde in die Kreuzung einfahren etc.
Aber da sind dann immer noch die Möwen, deren Gekreische man manchmal auch hören kann und die mir immer dieses Gefühl eines ‘rauhen’ Meeres vermitteln. Eines Tages passierte das Absurde: sämtliche Möwen saßen aufgereiht entlang des gesamten Brückengeländer, im augenscheinlich gleichen Abstand voneinander. Andere Passanten zückten die Kamera und fotografierten, wir lächelten uns an und schüttelten erstaunt die Köpfe. Seitdem schaue ich immer wo die Möwen sind, bis jetzt haben sie sich nicht mehr in dieser Art niedergelassen.’ KI

Ort: Franzensbrücke


Engerthstrasse

‘Ich mag die Aussicht von meinem Fenster sehr gerne, -diese Sicht auf die Bäume – die gerade jetzt so schön blühen.’

Ort: Engerthstrasse


Obere Viaduktstrasse

‘Derselbe Ort, dieselbe Stelle einer Wand, einmal im Winter und dann im Frühjahr. Das Bild (was stellt es eigentlich dar?) verschwindet für lange Zeit des Jahres hinter Blättern. Ich vergesse es und erst im Herbst ist “mein” Bild wieder da.’ Martin Kaefer
Ort: Obere Viaduktstrasse


Engerthstrasse

‘Ich gehe jeden Tag an diesem Blumengeschäft vorbei. Mir gefallen einfach die Blumen und dass es immer verschiedene sind.’ Helmut

Ort: Engerthstrasse


U4 Pilgramgasse

‘Als.ich.vor fünfeinhalb Jahren aus Hamburg nach Wien kam, wohnten wir am Anfang wenige Monate im 3. Bezirk. Dort habe ich mich wie ein Besucher gefühlt, wahrscheinlich, weil die Zeit zu kurz war, um Wurzeln zu schlagen. Dann sind wir in den 6. Bezirk gezogen, wo wir die folgenden 4 Jahre verbrachten. Mein täglicher Arbeitsweg führte mich immer zur U-Bahnstation Pilgramgasse. Dort in der Trafik kaufte ich – damals noch Raucher – regelmäßig meine Zigaretten und montags immer den „Spiegel“.  Als ich wieder einmal am Montag den Laden betrat, legte mir die Trafikantin meine Zigaretten und meine Zeitschrift auf den Tresen, ohne dass ich etwas sagen musste. Ich war ein Stammkunde geworden, den man mit seinen Angewohnheiten wiedererkennt. In diesem Moment wusste ich, dass ich hier jetzt ein bisschen zu Hause bin.’ Kay von Aspern

Ort: U-Bahnstation Pilgramgasse

 


WIMO Molkerei


‘Dieser Blick über die alte WIMO Molkerei von meinem Fenster hat mich damals so fasziniert, überzeugt und gefesselt, (heute gibts ihn leider nicht mehr, dafür gibts ein Wohnhaus und ein internationales StudentInnenheim-auch schön!) sodaß ich diese Wohnung im 2ten genommen habe und hierher gezogen bin. Die Häuser und Fassadendetails im Stuwerviertel, ihre Possen und Gliederungen haben mich einfach gefangen genommen. Ich “mußte” sie förmlich alle zeichnen, die Häuser, Dächer und Gärten! So war meine Annäherung an dieses Viertel.’ Corona Gsteu

Ort: Wohlmutstrasse


Donauinsel

‘Erholung in der Stadt kann man am besten hier genießen: Grünflächen, Donau, Bänke zum Lesen, Möglichkeiten zum Radfahren/Laufen/ect.’ Kathrin Apfelthaler

Ort: Donauinsel


Wienfluß Radweg

‘Seit einigen Monaten wohne ich im 14. Bezirk. Was ich vom ersten Tag an toll fand, ist der Rad- und Spazierweg im Wienfluss. Wenn man mit der U4 unterwegs ist, kann man zwischen den Stationen Ober St. Veit und Hütteldorf diesen Weg sehen. Ich fahre diese Strecke mehrmals pro Woche und immer beobachte ich, was sich dort unten tut.

Selbst nutze ich den Weg natürlich auch, vor allem zum Spazierengehen. Vom Bahnhof Hütteldorf stadtauswärts ändert sich das Erscheinungsbild und das Flussbett wird grüner, die Verbauungen sind nicht mehr so dominant. Meine Lieblingsstelle ist dort, wo sich Wege auf drei Ebenen kreuzen: Der Rad- und Spazierweg im Wienfluss (unterste Ebene), der Nikolaisteg (mittlere Ebene) und die Nikolaibrücke (Westausfahrt, oberste Ebene). Erstaunlicherweise hört man den Autoverkehr von der Westausfahrt kaum, wenn man sich im Flussbett aufhält. Die meisten Autofahrer, die auf der obersten Ebene Richtung Westautobahn unterwegs sind, haben wohl keine Ahnung davon, dass sich 20 Meter tiefer ein Natur- und Erholungsgebiet befindet.’ Elisabeth Schuh

Ort: Nikolaibrücke


Wiedner Gürtel/Argentinierstrasse

SoB Wiedner Gürtel

‘Mich fasziniert der Kontrast Großstadt – Natur, welcher auf dem Bild vereint ist. Das Ampelwirrwarr des Wiedener Gürtels im Vordergrund, und der Postturm im Hintergrund, dazwischen das farbenprächtige  Wolkenspiel am Morgenhimmel. Das ist es, was Wien zu einer lebenswerten Stadt macht: Der Flair und die gute Infrastruktur einer Großstadt, und gleichzeitig die Naturverbundenheit durch den hohen Grünanteil und das kurzweilige Wettergeschehen, das innerhalb des Stadtgebiets so viele Facetten zeigt.’ Felix Welzenbach

Ort: Abzweigung Wiedener Gürtel in die Argentinierstraße. Ich lege rund 10 km mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit zurück, und überquere dabei den Wiedener Gürtel. Am 1. November konnte ich diesen Sonnenaufgang en passant mitnehmen.


Vorgartenmarkt

‘Als vor fünf Jahren meine Frau starb wurde das Cafe Maria am Vorgartenmarkt mein neues Wohnzimmer. Ich komme jeden Tag hierher und wir sind eine richtige Gemeinschaft mit Frau Maria als Institution und Mutter aller. Hier wird zugehört, erzählt, mitgelebt, Freude geteilt und Trost zugesprochen. Daheim wär das Bier natürlich billiger, aber hier habe ich Leute zum reden, hier kennt mich jeder, hier fühle ich mich einfach wohl.’ Karl Dotzer

Ort: Cafe Maria, Vorgartenmarkt


Seitengasse äußere Mariahilferstrasse

Sob Seitengasse äußere MA

‘Ich habe diese Stelle zufaellig gefunden, als ich einmal mehr Zeit auf meinem Heimweg von der Arbeit hatte. Ich war so begeistert davon, dass ich damals unbedingt ein Foto machen musste. Jetzt gibt es sie vielleicht gar nicht mehr, weil dort ja alles umgebaut wird, ich hab sie aktuell nicht wiedergefunden. Ich mag so Stellen, wo alte Schichten noch sichtbar sind und mich einladen mir Geschichten auszudenken. Diese Hausbruchstelle hat fast mit mir geredet und da fuehle ich mich verbunden mit einer/meiner Stadt. Wenn sie beginnt mir Geschichten zu erzaehlen.’ Irmgard Habenicht (Foto von 2008)

Ort: eine Seitengasse von der aeusseren Mariahilferstrasse in der Naehe vom Westbahnhof


Ecke Schönbrunnerstr./Strobachgasse

SoB Schönbrunngasse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

‘Mein täglicher Weg vom Kindergarten ins Büro. Einer der letzten alten Handels- Bollwerke in diesem Bezirk- die Drogerie Poldi Tesar. Das Geschäft wird noch mit einem Holzofen beheizt. In Hoffnung, dort noch original Huber Unterwäsche in Bestqualität zu finden (wie bei so machen A&O Märkten am Land, noch in Schilling angepreist), teilte mir Frau Poldi erbost mit, sie wäre doch kein Wäscheladen. oh well… nach dieser Abfuhr habe ich den Laden nicht mehr betreten.’ Simone Springer

Ort: Ecke Schönbrunnerstrasse/Strobachgasse


Venediger Au

SoB Venediger Au 1SoB Venediger Au 2

‘Seit ca. 5 Jahren wohne ich im zweiten Bezirk. Die Häuser bei der Venediger Au sind mir schon früher aufgefallen. Nicht nur, dass sie von ihrer Baustruktur sehr schön sind, habe ich mir immer vorgestellt wie toll es doch sein muss im oberen Stockwerk zu wohnen und einen Blick über die Stadt zu haben. Vor gut über einen Jahr hing am Zaun vor dem gelben Haus ein Plakat, dass die Dachgeschosswohnung – ein Atelier – zu vermieten sei. Leider nicht leistbar für mich. Kurz darauf fand ich im Internet auch die Fotos zum Atelier. Einfach wunderbar. Jedesmal wenn ich die Straße entlang ging schaute ich hinauf und stellte mir vor, wie es wäre darin zu wohnen. Das Plakat hing lange vor dem Haus, bis man offensichtlich eine/n MieterIn fand.
Seit der Verlängerung der U2 und den Ausbau der U-Bahnstation Praterstern nehme ich nun am Heimweg von der Arbeit den U-Bahnausgang Venediger Au und durchquere den kleinen Park Richtung Venediger Au. Mein Weg durch den Park endet genau vor dem Haus und jedesmal ertappe ich mich dabei, dass mein Blick sofort nach oben auf Wohnung mit den Atelierfenster fällt.’ Sabine Edler

Ort: Venediger Au


Vorgartenstrasse

‘Wohne hier seit 10 Jahren, diese Gegend wächst und wächst und wächst…diese Baustelle beobachte ich seit einigen Monaten, genau Herbst letzten Jahres. Da ich gleich daneben wohne sehe ich sie natürlich mehrmals täglich.

Warum? Weil es mich fasziniert, wie diese Stadt und besonders dieses Viertel hier rasant wächst, ich glaube seit ca. 3 Jahren gibt es hier an die sechs oder sieben neuen Häuser und es werden ständig mehr gebaut….es verändert sich hier, und keiner weiß so genau wie das Endresultat aussehen wird, architektonisch und sozial. Ein Lichtpunkt ist aber schon jetzt der vor ca. 2  Jahren neu errichtete Rudolf-Bednar Park. Zwar kein Schatten, dafür viel Platz und Spielplätze und Hängematten…’
Daniela Dorneles de Andrade

Ort: Vorgartenstraße/Gebiet Nordbahnhof


Schweglerbrücke

‘ Ich frequentiere diesen Weg täglich zweimal – zwischen Arbeit und Wohnung; kaum wo in der Stadt sieht man soviel Himmel. Auf der Brücke ist es unglaublich frei und voll Bewegung: Autos, Züge, Flugzeuge,…’ W.Stempfer

Ort: Schweglerbrücke*; Blick Richtung Westen
*unter diesem Namen ist sie allgemein geläufig, auch wenn sie im Brückenverzeichnis der MA 29 unter Schmelzbrücke aufscheint


Friedensbrücke

‘On my daily route I have to cross over the river on Friedensbrücke. To me it is calming and I like the wide and wonderful view. There is this painting of an octopus just below the bridge, which I know of from my walks along the Danube-canal. However, when you cross the bridge you cannot see it – you have to walk straight underneath it.’ Gabriela Adam

Ort: Friedensbrücke


Obere Alser Strasse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

‘Ich gehe nahezu täglich den Schlund der oberen Alserstraße Richtung Innenstadt, manchmal fahre ich auch mit dem Fahrrad, obwohl es viel hübscher und ruhiger und ungefährlicher wäre, den Fahrradweg die Laudongasse entlang zu nehmen. Die obere Alserstraße ist vor allem unansehnlich, düster. Für mich verbindet sie das Dorf rund um den Yppenplatz mit seinem nunmehr stadtbekannten Flair, in dem ich wohne, mit den Orten am Ring, wo ich manchmal arbeite, aber auch mit ‚meinen’ Kinos und so. Ich beginne meinen Weg also zwischen Gemüseständen und Kneipen, gehe die Ottakringerstraße abwärts, die genauso unansehnlich ist, mir aber viel weniger düster erscheint. Sie ist mir einfach eine nützliche breite Strasse. Dann überquere ich den Hernalser Gürtel und begebe mich in die enge, leblose Schlucht, an deren Ende, Ecke Feldgasse, mich der geschäftige und gutbürgerliche Teil der Alserstraße erwartet. Ich lege wohl in und über diese Passage das Bild meines Schulwegs der Jahre 1978-1987, der mich von einem Vorarlberger Dorf als Vorort von Feldkirch durch die wild-romantische Illschlucht alltäglich in „die Stadt“ geführt hat. Ich wähle immer noch die Verengung als Übergang, obwohl die Strasse dies- und jenseits des Gürtels eigentlich gleich breit ist. Es wird nur die Bebauung durchgängig höher und die Stimmung irgendwie trostlos.’

Ort: Obere Alserstrasse/Referenzort: Illschlucht*
* Google-Bilder

 

 


Klausenburgerstrasse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

‘Schönes Eckhaus mit genialen Balkon dessen schrullige, esotherisch angehauchte Bewohnerin mir einmal die “Freude” machte und mir eine nach Morgenurin riechende Flüssigkeit (vermutlich für die Blumen bestimmt) verabreichte!!! Seit diesem Tag vor acht Jahren wandert mein Blick täglich prüfend nach oben um einer zweiten Attacke dieser Art zu entgehen…’

Ort: Klausenburgstrasse



Naschmarkt

SoB Naschmarkt

‘…schön ist dass so um 7.00 uhr noch teilweise die rollläden herunten sind aber auch schon manche stände besezt sind und dass noch fast keine menschen da sind…’

Ort: Naschmarkt


off Wiedner Hauptstrasse

‘The picture on top is taken in November last year, a months after I have moved to Vienna and the picture below is taken four months later.

This cafe is close to where I live and I like the fact that I was able to observe the change; how it turned from a forgotten cafe to a pretty well frequented bakery. I specially like the personal touch one feels already by looking at all these handwritten signs, the way they are pinned to the screen, (note the angles and symmetries) and the carefully chosen colours.’ Lana Vilotijevic

Ort: off Wiedner Hauptstrasse


U6 Burggasse

‘This picture is taken from the tube station Burggasse, next to Stadthalle. Right from the start I liked this ‘art deco type’ of feel – beautiful! To me, its old and run down character is a nice contrast to the ugly modern building around. The station has loads of detail.  An old place caught in time while things are changing rapidly around it.’ Jack Preston

Ort: U-Bahnstation Burggasse


Stephansplatz

‘Am Morgen, auf dem Weg zur Arbeit, lege ich nach Verlassen der Wohnung bis zur U-Bahnstation nur einen kurzen Weg auf schwach frequentierten Gassen zurück. Auch nach dem Auftauchen aus dem U-Bahnnetz begegnen mir normalerweise bis zum Eintreffen an meiner Arbeitsstätte nur noch wenige Menschen. Der einzige Ort entlang meines Arbeitsweges, bei dem mir so richtig bewusst wird, in einer Großstadt zu leben, ist der U-Bahn-Knotenpunkt Stephansplatz mit seinem Rolltreppengewirr und den vielen Leuten. Das macht den Ort für mich besonders.’

Ort: U-Bahn-Knotenpunkt Stephansplatz

 


Elefant vor dem Naturhistorischen Museum

‘Jenseits der Zeit: Touristen. – An meinem tägliche Weg versuche ich hier immer ein bisschen zu verweilen. Ich mag die Orte wo sich Touristen treffen, es hat so etwas zeitloses, man ist entrückt von der Schnelligkeit der Stadt, eine Atempause im Alltag: Der Elefant ist ein interessantes Phänomen.’ KLB

Ort: Maria-Theresien-Platz

 

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Getreidemarkt

‘Ich gehe jeden Tag an diesem Fenster vorbei und ich frage mich immer wer hier wohl wohnt. Da sich in der Nähe ein asiatisches Restaurant befindet, gefällt mir der Gedanke, dass der Besitzer des Restaurants hier vielleicht seine Wohnung haben könnte.‘ KLB

Ort: Getreidemarkt

 


Rechte Wienzeile

‘Netter Versuch aufzuheitern. Ich habe die Frau gesehen die das gemacht hat, vielleicht gefällt es mir darum umso besser.’KLB

Ort: Rechte Wienzeile


Salztorbrücke

‘An meinem täglichen Weg mag ich die Tatsache, dass ich den Donaukanal überqueren muss, meistens auf der Schwedenbrücke und auf der Salztorbrücke. Von der Brücke aus sieht man den Kahlenberg. Im Winter kann man Zugvögel beobachten. Im Moment sind es Kormorane, denen wir beim Tauchen zuschauen. Die Salztorbrücke wir diesen Winter ‘bestrickt’, siehe Foto. Letztes Jahr im Januar gab es eine Aktion, bei der über Nacht die ausgedienten Christbäume von der Sammelstelle über die ganze Brücke verteilt aufgestellt und mit Kabelbindern am Geländer befestigt wurden, das war sehr nett, man hatte das Gefühl durch einen Wald zu gehen.’ Christine Zmölnig

Ort: Salztorbrücke

 


Salztorbrücke


‘…und eines morgens war da ein Wäldchen auf meiner Brücke.’ Angela Salchegger

Ort: Salztorbrücke Jänner 2010


Prater Hauptallee

‘Ich mache oft Fotos von Menschen, Tieren, Natur&Gebäuden auf meinem Arbeitsweg. Ein Reh ist zu selten um nicht fotografiert zu werden. PaLa’

Ort: Prater Hauptallee / Vivariumstraße / Sportklubstraße.

 


Rathaus


‘Ich freue mich an dem Blick durch die Fenster der Türme. Mir gefällt die Durchlässigkeit der Mauern, die den Blick in den Himmel lenkt und ihm eine gewisse Weite verleiht. Damit verbunden ist vielleicht auch eine Sehnsucht nach einem weiten Horizont, die sich aber durch die Perspektive “in den Himmel” fast schon erfüllt. So ähnlich, wie ein Blick in eine abfallende Straße, die im Himmel verschwindet, von der man aber weiß, dass sie Richtung Meer führt.

Das Rathaus ist ja auch nicht irgendein Gebäude – sondern Ausdruck der großen, repräsentativen Ringstraßen-Bauten, die Wien ja eines der vielen Gesichter geben.’

Ort: Das Bild zeigt den Blick auf das Rathaus von der Votivkirche aus

 

 


Bischof-Farber-Platz & Gersthof

’2 Bilder von meinen täglichen Weg, die so schön gegensätzlich sind, dass ich 2 machen wollte.’

Bild 1: ‘Der Bischof-Faber-Platz ist für mich fast so etwas wie ein Dorfplatz, mit Kirche, Spielplatz, Fußballplatz weiter unten ist eine Schule, wo die Eltern morgen noch vor stehen bleiben um zu quatschen…’

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild2:’Verkehrsknotenpunkt Gersthof, ein sehr städtischer Ort, an dem sich drei Straßenbahnlinien, eine Schnellbahn und eine Buslinie kreuzen. Und doch irgendwie dörflich mit immer dem gleichen Zeitungsverkäufer, mit dem man morgens ein Schwätzchen hält, immer der selben Bunte Zeitungsverkäuferin, die einem auch mal die Straßenbahn aufhält, damit man noch mitfahren kann…..’

Ort: Bischof-Faber-Platz & Gersthof

 


Ethno Boutique

‘Dieses Geschäft ist eines meiner Ankerpunkte. Ich kenne es seit mittlerweile 28 Jahren. Eine Französin und ihr indischer Mitarbeiter führen es mit viel Liebe und Freude. Das erste Mal, als wir ins Gespräch kamen, kaufte ich Christbaumschmuck. Der indische Kollege ist sehr kommunikativ. Jedes Mal, wenn ich vorbei gehe, grüßt er mit einem „alles happy“, was ich manchmal ein wenig anstrengend  empfinde. Doch es ist seine Art ein Gespräch zu beginnen.
Eines Nachts, um halb elf, ging ich an dem Geschäft vorbei. Die Besitzerin verabschiedete gerade die TeilnehmerInnen ihres Meditationskurses, als ich dazu stieß. Da es sehr kalt war, bat sie mich noch auf einen Tee herein und wir plauderten gemütlich eine halbe Stunde, bevor sie anfing die Schaufensterdekoration neu zu gestalten.
So kreuzen sich über die Jahre unsere Wege mal mehr, mal weniger.‘ Wolfgang Radschiner

Ort: Wiedner Hauptstrasse


Aspernbrücke

‘Ich begehe diesen Ort seit fast 15 Jahren von unterschiedlichen Wohnorten aus, früher zur Uni jetzt in die Kigru. Schon als Kind bei den jährlichen Oma-Besuchen nach Wien, ist mir dieser Ort (damals aber aus dem Auto) im Gedächtnis geblieben.
Schon lange liebe ich dieses skurile Gebäude. Beim Begehen dieses Ortes tun sich so viele Blicke auf – die Weite des Wassers, die unbebaute Fläche, die Welten die hier zusammentreffen: die einen blicken hinauf in die Sterne, die Angler in die Tiefe nach den Kanalfischen, im Kino in die Filmwelten,  und nun auch Strandlustige nach der Sonne, die Kinder zum Kasperl, die Boote nach Bratislava… irgendwie ein zentraler, doch vergessener Ort.
Schmutzig und gehypt, laut (Verkehr) und das stille Wasser, manchmal stinkig – meist stark windig, diese Kontraste interessieren mich.’

Ort: Aspernbrücke


Aspernbrücke

‘wohne seit 11 Jahren im 2ten Bezirk … daher starke Frequentierung zu Fuss & mit dem Fahrrad… mein Tor zur Aussenwelt [wenn ich den Mikrokosmos 2ter Bezirk verlasse].’

Ort: Aspernbrücke

 


Donau Platte

‘Ich gehe den Weg jeden Tag in der Mittagspause; von meiner Arbeit zur Mensa, und das seit ungefähr zwei Jahren. Das Motiv ist das erste, das mir eingefallen ist. Ich glaube deswegen, weil der gelbe Bogen einen Farbakzent setzt, in den sonst dominanten grauen Farbtönen der Gebäude auf der Donau-Platte.’

Ort: vor dem Eingang des Austria Center Vienna (ACV), Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220 Wien.

 


Praterstrasse

‘Ich mag den Durchgang sehr, benutze ihn täglich ist so draussen und nicht draussen, das gefällt mir. Es besteht ein gewisser Reiz immer da durch zu gehen, ein nichtöffentlicher/öffentlicher Raum.’ Johanna Rosenberg

Ort: Praterstrasse